Drei Mal Berlin. Drei Mal anders.
Wie aus einem Berlin-Notizbuch drei unterschiedliche Designs wurden.



Welche Farbe hat Berlin?
Gelb? Silbergrau? Oder doch ein dunkles Grau?
Als wir unser erstes 3D-Notizbuch über Berlin entwarfen, hätten wir nicht gedacht, dass uns diese Frage über mehrere Jahre begleiten würde.
Heute gibt es drei Versionen unseres Berlin-Notizbuchs. Jede ist ein bisschen anders. Und hinter jeder stecken neue Ideen, überraschende Rückmeldungen und Menschen, die Berlin auf ihre ganz eigene Weise sehen.
Alles begann mit Gelb.
Unser erstes Berlin-Notizbuch hatte ein hellgelbes Cover mit einer feinen, goldfarbenen Skyline-Zeichnung.
Wir mochten die warme, freundliche Ausstrahlung. Doch auf Messen und im Gespräch mit Kunden merkten wir schnell, dass nicht jeder diese Farbe mit Berlin verband.
Einige fanden sogar, das Cover erinnere eher an eine Schokoladenverpackung.
Andere entdeckten unser München-Notizbuch mit seinem silbergrauen Cover und meinten: „Genau so eine Farbe würde doch viel besser zu Berlin passen!“

Wir mussten schmunzeln. Aber der Gedanke blieb.
Denn plötzlich stellten wir uns eine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten war:
Wie sieht Berlin eigentlich in den Augen der Menschen aus?
Ein neues Grau. Ein anderes Berlin.
Für die zweite Version entschieden wir uns für ein silbergraues Cover.
Das 3D-Motiv blieb weitgehend gleich, doch allein durch die neue Farbe veränderte sich die Wirkung des gesamten Notizbuchs.
Auf einigen Messen zeigten wir beide Varianten nebeneinander.
Dabei fiel uns eine kleine Besonderheit auf: Viele Männer griffen eher zum Silbergrau, während viele Frauen das Gelb bevorzugten.
Keine wissenschaftliche Erkenntnis, nur eine Beobachtung vom Messestand. Aber eine, die uns in Erinnerung geblieben ist.

Die silbergraue Version fand ihren Weg in Berliner Buchhandlungen und Museumsshops.
Und für eine Weile dachten wir, damit hätten wir unser Berlin gefunden.
Doch etwa ein Jahr später kamen neue Ideen – diesmal direkt aus Berlin.
Berlin ist mehr als seine Wahrzeichen.
Unsere Berliner Handelspartner kannten das Notizbuch inzwischen aus dem täglichen Verkauf. Und sie hatten einige sehr konkrete Vorschläge.
Der Funkturm fehlte. Die Oberbaumbrücke sollte ihr typisches Backsteinrot bekommen. Schloss Charlottenburg und die Siegessäule könnten etwas größer sein.
Auch die East Side Gallery mit der Berliner Mauer sollte stärker berücksichtigt werden.
Doch ein Hinweis blieb uns besonders im Kopf:
Berlin ist eine erstaunlich grüne Stadt.
Wer nur an Brandenburger Tor, Fernsehturm und große Straßen denkt, übersieht leicht die andere Seite Berlins: den Tiergarten, die vielen alten Bäume, die Parks, die Spree und die grünen Ufer.
Genau diese Seite wollten wir in der nächsten Version stärker zeigen.
Wir überarbeiteten deshalb die 3D-Illustration.
Zwischen den bekannten Wahrzeichen tauchten mehr Bäume und Pflanzen auf. Boote fuhren über die Spree, die Berliner Mauer brachte mit ihrer Street-Art ein Stück Stadtgeschichte ins Bild, und die unterschiedlichen Gebäude rückten zu einer lebendigeren Stadtlandschaft zusammen.
Aus einer Ansammlung berühmter Sehenswürdigkeiten wurde nach und nach ein kleiner Ausschnitt aus dem Berliner Stadtleben.


Und plötzlich hatte das Motiv für uns viel mehr von dem Berlin, das wir zeigen wollten.
Bis heute ist diese dritte 3D-Illustration unser persönlicher Favorit.
Eine Stadt, zwei Vorstellungen vom Cover.
Mit dem neuen 3D-Motiv waren wir sehr zufrieden. Doch bei der Gestaltung des Covers gab es noch einmal unterschiedliche Vorstellungen.
Unsere Berliner Partner bevorzugten ein dunkleres, leicht aufgehelltes Grau mit einer Skyline aus verschiedenen Wahrzeichen.
Wir im Designteam hatten eine andere Idee.
Da das 3D-Fenster bereits so viele Gebäude, Farben und Details zeigte, wollten wir die Linienzeichnung auf dem Cover etwas ruhiger halten.
Unser Vorschlag war ein helles Cover mit einer einzelnen Ansicht der Oberbaumbrücke.
Wir mochten den Kontrast zwischen der lebendigen 3D-Landschaft und der schlichten Architekturzeichnung.
Unsere Berliner Partner betrachteten das Cover aus einer anderen Perspektive: Für sie sollte es möglichst viele Facetten der Stadt widerspiegeln. Eine Skyline mit mehreren bekannten Bauwerken erschien ihnen dafür passender. Außerdem hatte sich diese Art der Gestaltung bereits im Verkauf bewährt.


Also verglichen wir die Entwürfe, tauschten unsere Gedanken aus und entschieden uns schließlich für die gemeinsam abgestimmte Version mit dem dunkleren Grau und der Skyline.
Und welche Version ist nun die schönste?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Die lebendige 3D-Landschaft der dritten Version gefällt uns besonders gut. Die grünen Bäume, die Spree, die Boote und die Berliner Mauer geben dem Motiv für uns mehr Persönlichkeit.
Gleichzeitig mögen wir das hellere Silbergrau der zweiten Version noch immer sehr.
Unsere Berliner Partner wiederum bevorzugen die aktuelle Covergestaltung.
Vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis aus dieser Geschichte.
Berlin ist für jeden ein bisschen anders.
Für manche ist es die Stadt der großen Wahrzeichen. Für andere sind es die grünen Straßen, das Wasser, die Kunst, die Geschichte oder ein ganz bestimmter Ort, mit dem sie persönliche Erinnerungen verbinden.
Und genauso unterschiedlich können auch die Vorstellungen davon sein, wie man Berlin auf einem Notizbuch festhält.
Drei Versionen, viele Ideen und unzählige Gespräche später ist eines geblieben: unsere Begeisterung für diese Stadt.
Denn Berlin hat nicht nur ein Gesicht. Und genau das macht es so besonders.
Und jetzt sind wir neugierig: Welche unserer drei Berlin-Versionen gefällt Ihnen am besten?